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Das Peruanische "Tack"

Der peruanische Sattel
Das als Basis für den Sattel (cajon) dienende Rohholzuntergestell wird mit Rohleder straff überspannt, die Befestigungsringe für Steigbügelriemen und Sattelgurte durch Rohlederabdeckungen geschützt. Eine dick gepolsterte, gesteppte Lederauflage (pellonera) sorgt für bequemen Sitz des Reiters.Der Pferderücken wird durch eine Woll- und eine Lederdecke (carona) geschützt. Die Holz- oder Leder-Steigbügel (estribos) sind kastenförmig, vorne geschlossen und teilweise prächtig mit Nickel verziert.Der Sattel wird durch das mit einem Schweifriemen (baticola) befestigte Hintergeschirr (guarnición) vervollständigt, dient mehr der Zierde und wird meist nur auf Showveranstaltungen oder Turniere eingesetzt.Da europäische Pferde im Rücken breiter sind, ist bei der Anschaffung des Sattels auf eine korrekte, passende Kammerweite zu achten.

Das Zaumzeug
Das Zaumzeug (jato) besteht aus Halfter mit Führstrick (jaquima), dem Kopfzeug (cabeza) mit Zügeln (riendas), dem Gebiss (bocado) und den als Zierde angebrachten Augenklappen (tapa ojos). Das Gebiss besteht aus einer Stange mit mehreren Rollen, ähnlich einer Kandarre mit kurzen Anzügen. Kleine Sperrhalfter (bozalillo) und Nasenriemen aus Leder oder Metall (gamarilla) ergänzen es für die kurze Zeit des Trainings. Die schweren Zügel haben am Ende einen peitschenartigen Fortsatz. Der Paso-Peruano wird einhändig am durchhängenden Zügel geritten, bei entsprechender Ausbildung schon mit feinsten Hilfen fast unsichtbar.Das Zaumzeug ist äußerst aufwendig hergestellt. Es wird aus bis zu 36 millimeterfeinen, pergamentartigen Hautstreifen mühsam geflochten, in die Silber- oder Nickelverzierungen eingearbeitet werden.

Die Ausstattung des Reiters

Zur traditionellen Ausstattung des Reiters gehört ein weißer oder farbiger Poncho, der breitkrempige Hut (sombrero) und ein weißseidenes Halstuch. Auf Sport- und Freizeitturnieren tragen Paso-Peruano-Reiter größtenteils weißes Hemd und weiße Hose.